Solarthermie zur Heizungsunterstützung und die Amortation

Einen wesentlichen Beitrag zum Energiesparen leisten solarthermische Kombianlagen. Sie erhitzen das Brauchwasser im Haus und unterstützen die Heizung. Für die Anlagen gibt es unter bestimmten Voraussetzungen staatliche Förderung.

Die technischen Systeme

Man unterscheidet bei solarthermischen Anlagen zwei unterschiedliche technische Systeme. Bei der Rücklaufanhebung wird ein Heizkreis an einen Speicher angeschlossen und mit dem durch Sonnenenergie aufgeheizten Wasser erwärmt. Beim Aufdrehen der Heizung fließt das Wasser aus dem Speicher zunächst über den Heizkessel und dann zu den Heizkörpern. Der Heizkessel bringt es auf die erforderliche Temperatur, wenn es nicht warm genug ist. Hierbei kann allerdings die Effizienz der Brennwerttherme sinken. Der Vorteil des Verfahrens ist, dass kein heißes Wasser gespeichert werden muss. Dies wiederum geschieht bei Anlagen, die Heizwärme vom Speicher beziehen. Bei diesen Anlagen sorgen Solaranlage und Heizkessel gemeinsam für den Wärmevorrat. Dieser kann durch die Heizkreise gepumpt werden.
Das Leistungsspektrum verbessert sich durch Innovationen stetig weiter. Inzwischen funktioniert die Anlage mit nur geringem Zuheizen durch konventionelle Technik auch an sonnigen Herbst- und Wintertagen. Mindestens ein Fünftel der benötigten Energie kann auch im Winter über die solarthermische Anlage geliefert werden.

Die Fördervoraussetzungen

Wenn Kollektoren mit einer bestimmten Mindest-Quadratmeterzahl Kollektorfläche verbaut werden und dabei ein bestimmtes Wärmespeichervolumen erreichen, fördert der Staat jeden angefangenen Quadratmeter mit einer festgelegten Summe. Die Förderung wird für Anlagen bis zu einer gewissen Größenordnung gewährt. Die effiziente Sanierung eines Hauses bringt weitere Zuschüsse. Diese Förderung zusammen mit der Energieeinsparung der Anlagen bewirkt eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals innerhalb von etwa 20 Jahren.

Eine Solarthermieanlage ohne Heizungsunterstützung hate eine sehr lange Amortationsdauer, da nur ca. 10 % der Heizenergie für die Warmwasseraufbereitung benötigt werden. Insofern sollte man eine größere Anlage whählen, die sich für die Heizungsunterstützung eignet.